Nachbericht alpine Wanderwoche 2021 Tannheimer Tal

Bilder sind in der Bildergalerie eingestellt!

In enger Abstimmung mit dem Schiltacher Reiseunternehmen „Wanderreisen Rombach“ hat Wanderwart

Jürgen Heizmann für die alpine Wanderwoche 2021 ein interessantes und abwechslungsreiches Programm für den Aufenthalt im Tannheimer Tal vom 28. Juli bis zum 01. August anbieten können. An dieser Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Schwarzwaldvereins Ortsvereine Wolfach und Schiltach haben 30 Wanderfreunde teilgenommen. Untergebracht war man im in zentraler Lage befindlichen ****Vital-Hotel zum Ritter mit angeschlossenem Wellnessbereich in Tannheim. Das ca. 15 Kilometer lange Tannheimer Tal begeistert durch seine fast ebenen Wiesenflächen im Tal und den darüberliegenden, teilweisen steilen Bergen sowie den Kontrasten der grünen Alpenlandschaften mit zahlreichen blauen Seen und Gewässern im Süden mit den zackigen Wettersteinkalk-Gipfeln im Norden.

Blick ins Tannheimer Tal 2

Auch an uns sind die Schwierigkeiten des Sommers 2021 mit einer höchst instabilen und einer von zahlreichen Tiefs geprägten Wetterlage nicht spurlos vorbei gegangen. Infolge der großen Flexibilität und auch der Professionalität unserer beiden Wanderführer Marc und Sophia konnte jedoch jeden Tag ein Programm angeboten werden, bei dem die Wanderwochenteilnehmer meistens sogar zwischen zwei Angeboten wählen konnten. Lediglich die „Zugspitzblick“ Tour am Abreisetag fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, was aber für die Teilnehmer nach dem absolvierten Programm der Vortage verschmerzbar war.

Landsberger 9 Gipfelkreuz 2

Bereits am Anreisetag unternahm man eine Eingehtour zum Haldensee, die infolge eines abziehenden starken Niederschlagsbandes etwas angepasst werden musste. Ganz anders die Lage am nächsten Morgen, als die ganze Gruppe von Schattwald aus mit dem Wannenjoch Sessellift bei Sonnenschein sehr gemütlich bis zur Bergstation auffuhr. Über den grenzüberschreitenden „Schmugglersteig“ wanderten wir auf schmalen Pfaden durch artenreiche Blumenwiesen in einem stetigen Auf- und Ab um den Kuhgundrücken herum bis zur Wiedhagalpe mit seinem Speichersee, ehe wir über zahlreiche und sehr steinige Serpentinen das Gipfelkreuz des Iseler auf 1.876 m erreichten. Hier bot sich den Gipfelbesuchern ein 360 Grad Panorama mit Ausblicken über und in die ganzen Allgäuer Täler, das Alpenvorland, die Lechtaler Alpen sowie die benachbarten zahlreichen Berggipfel. Nach der Rast führte uns der Weiterweg in den Sattel zwischen Kühgundspitze und B’schießer hinunter, ehe nach einem kleinen Gegenanstieg durch eine Murmeltierkolonie ein letzter und kurzer Abstieg zur Wannenjochbahnbergstation mit Einkehr erfolgte, wo wir ein letztes Mal übers Tannheimer Tal blicken konnten.

Schmuggler unterwegs

Tannheim Gruppe groß a

Am Freitag freuten sich die Wanderer über nahezu perfektes Bergwetter. Beide Gruppen fuhren mit der Neunerköpflebahn bis zur Bergstation und genossen die Panoramen ins Tal und auf den Haldensee. Die Gruppe mit Marc ging auf dem „Saalfelder Höhenweg“ über Strindenscharte, Gappenfeldscharte zum Schochensattel und dann kurz aber steil hinauf zum Gipfelkreuz auf der Schochenspitze (2.069 m). Mit Blick auf Hochvogel und die Lechtaler Alpen sowie Lache mit Landsberger Hütte, erfolgte der diffizile Abstieg. Schlüsselstelle war der nasse, seilversicherte Abstieg durch eine schattige Scharte von der Landsberger Hütte hinunter zum Traualpsee. Nach einer ausgiebigen Einkehr in der Oberen Traualpe erfolgte der Schlussabstieg hinunter ins Naturschutzgebiet Vilsalpsee mit seinem besonderen Artenreichtum. Nach dem Passieren des großen Bergabsturzgebiets  am Vilsalpsee traf man an der Seespitze auf die Teilnehmer der Gruppe mit Sophia. Diese bestiegen das Gipfelkreuz des Neunerköpfle (1.864 m) und wanderten entlang der aussichtsreichen Hänge des Lochgehrenkopfs bis zur Einkehr auf der oberen Strindenalpe. Nach dem Rückweg über einen schmalen Bergpfad und der Talfahrt wanderten etliche Teilnehmer noch das kurze Stück zum Vilsalpsee hinein, ehe man gemeinsam über Waldwege nach Tannheim zurückkehrte. Am Abend beendeten starke Gewitter das kurze Zwischenhoch.

Lache Landsberger Traualpsee Lechtaler

Abstieg zum Vilsalpsee

Der Samstag führte die Gruppe von Sophia von Grän aus auf komfortablen Wegen zu einer Umrundung des Haldensees mit anschließender Bewunderung des Sees aus der Vogelperspektive vom Berggasthaus Adlerhorst aus und bot den Teilnehmern auch ohne Gipfelziel zauberhafte Eindrücke. Die Gruppe mit Marc stieg über überwiegend schmale Wege hoch zum Füssener Jöchle, wobei die Wege im oberen Bereich immer  nasser und schmieriger wurden. Nachdem der aufziehende Nebel jegliche Aussicht verhinderte, erfolgt der Talabstieg mit der Bahn. Vom Ausgangspunkt in Tannheim-Grän aus fand der gemeinsame Rückweg der beiden Gruppen nach Tannheim statt, nicht ohne einen letzten Einkehrschwung „Beim Öfner“ in Innergeschwend vorzunehmen.

Blick zum Haldensee

 auf dem Holzweg jpg

Die beiden Ortsvereine bedankten sich bei Marc und Sophia für die gute und umsichtige Wanderführung sowie für die fundierten Informationen rund ums Tannheimer Tal, den umliegenden Bergen und Tälern sowie der überlegten Routenauswahl bei nicht einfachen Witterungsbedingungen wie auch der Hotelwahl mit dem sehr guten Essen.

Hotel 1

Kontaktdaten

  • Josefsgasse 4 - 77709 Wolfach
  • +49 (0) 7834 864 926
  • ogr(at)schwarzwaldverein-wolfach.de
  • www.schwarzwaldverein-wolfach.de

Besucherzähler

Heute 10

Gestern 32

Woche 273

Monat 852

Insgesamt 216138