Kultur- und Wanderwoche Dresden 27.04

Gelungene Premiere der Kultur- und Wanderreise nach Dresden und ins Elbsandsteingebirge. 15 Teilnehmer erlebten tolle Woche bei Frühsommerwetter.

Residenzstadt Dresden + Elbsandsteingebirge

Der Schwarzwaldverein Wolfach feierte eine gelungene Premiere mit seiner „Kultur- und Wanderreise“, einer Mischung aus Städtetour und Wanderwoche. Die Erstausführung führte ins deutsche Elbflorenz nach Dresden mit zwei Tageswanderungen ins angrenzende Elbsandsteingebirge. An- und Abreise der 15 Teilnehmer erfolgten nachhaltig per Bahn und die Unterbringung zentrumsnah in der Jugendherberge in Dresden. In einer parkähnlichen Umgebung mit neu sanierten Bädern auf den Zimmern, einem tollen Frühstücksbuffett und leckerem Abendessen – zuletzt sogar beides im Freien mit Biergartenfeeling – blieben keine Wünsche offen. Kurze Wege zu drei Straßenbahnhaltestellen und zum Bahnhalt wie auch die Nähe zur Altstadt und Elbe werteten den Standort noch auf. Und im Boulevardtheater Dresden vis-a-vis konnte man nicht nur im Biergarten den Tag ausklingen lassen, sondern auch einer der Abend-Veranstaltungen beiwohnen.

An Tag eins absolvierte die Gruppe gleich drei Führungen. Den Auftakt machte die in der weltbekannten Frauenkirche durch die Betstuben und über die 1. Empore mit viel Informationen zur Geschichte gefolgt von einer Altstadtführung vorbei am Fürstenzug aus Meißner Porzellan, den Stallungen, dem Residenzschloss und durch den Zwinger. Nach der Überquerung der Elbe über die Augustusbrücke folgte die abschließende Führung durch innere und äußere Neustadt, wo sich barocke Pracht und sozialistische Moderne begegnen: Hinterhöfe, Künstlerviertel, Straßenkunstszene und farbenfrohe Wandmalereien treffen auf goldenen Reiter, Erich Kästner und die Hauptstraße mit seiner Platanenallee, einst Vorzeige Einkaufsstraße in der ehemaligen DDR.

Tag zwei führte uns mit der S1-Bahn nach Oberrathen. Nach der Elbquerung per Fähre ging es zunächst idyllisch durch den Amselgrund und entlang des gleichnamigen Sees, ehe der Aufstieg über 700 Stufen durch die Schwedenlöcher auf die Rückseite der Bastei zur Wehlgrundaussicht folgte. Nur zwanzig Minuten später hatte uns die Wirklichkeit wieder, als wir uns in die Menschenmenge von den Parkplätzen zur Aussichtsplattform über dem Elbtal und zur Basteibrücke einreihten. Durch schattige Buchenwälder erfolgte dann der Abstieg auf dem Malerweg hinunter zur Stadt Wehlen und zurück nach Dresden.

Mit der historischen Dampflokbahn „Lößnitzgrundbahn“ erreichten wir an Tag drei im offenen Wagen Moritzburg um dort einer interessanten Führung durch das Jagdschloss von August dem Starken beizuwohnen. Mit Ledertapeten, Geweihtrophäen, Federzimmer und Meißner Porzellan und ganz viel Historie. Bekannt ist das Schloss auch als Kulisse aus dem DEFA-Kultmärchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit dem verlorenen Schuh auf der Treppe zum Schloss. Einen gebührenden Abschluss erfuhr der Tag mit dem von Siegfried Scheffold organisierten Besuch des 6. Kammerabends in der weltberühmten Semperoper bei einem 90-minütigen Konzert mit Flöte, Violoncello und Klavier. Traumhaft schön die Lichtverhältnisse, Akustik wie auch die prachtvolle Architektur in einem der schönsten Opernhäuser der Welt.

Unsere zweite Wanderung führte uns am Maifeiertag nach Bad Schandau. Mit der historischen Überlandstraßenbahn „Kirnitzschtalbahn“ fuhren wir durch das gleichnamige romantische Tal bis zur Station Beuthenfall, um von dort aus mit dem Bloßstock das Massiv der Affensteine zu erreichen. Über den Königsweg ging es recht steil am Frienstein vorbei zum Reitsteig. Nach rund einer Viertelstunde standen wir am Carolafelsen, mit seinen 459 Metern nicht nur höchster Punkt der Affensteine sondern zugleich eine der atemberaubendsten Aussichten über Schrammsteine, Falkenstein, Torsteine und die vordere sächsische Schweiz bietend. Der Weiterweg führte durch schattigen Buchenwald und bot uns mit der Kipphornaussicht nochmals herrliche Tiefblicke auf die Elbe und über die Zinnen, Türme und Felsen des namensgebenden Gebirges. In Serpentinen erfolgt dann entlang der deutsch-tschechischen Grenze der Abstieg über den Erlsgrund nach Schmilka, wo ob der heißen Temperaturen die Einkehr im Gasthof zur Mühle mehr als verdient war. Einer letzten Fährüberquerung folgte die Rückfahrt mit dem Zug.

Der letzte und zugleich fünfte Tag führte uns mit dem historischen Dampfschiff „Pirna“ auf der Elbe nach Meißen, wo uns die einheimischen Führer „Andrea und Volker“ durch eine tolle Altstadt mit zahlreichen Winkeln, lauschigen Plätzen, die Frauenkirche und erneut zahlreichen Stufen hinauf zum Burgberg mit Dom und Albrechtsburg führten. Weltweit bekannt ist der Ort vor allem als Standort der ältesten europäischen Porzellanmanufaktur. Eine Einkehr im Burgkeller, auf der Panoramaterrasse im Schatten der alten Kastanien – mit Blick über die Dächer Meißens – rundeten eine tolle Stadtbesichtigung ab, ehe es mit dem Schiff zurück nach Dresden ging.

Das Fazit des dreiköpfigen Orga-Teams fällt positiv aus. Das individuell geplante und abwechslungsreiche Programm mit Kultur, Besichtigungen und Wanderungen in der geschichtsträchtigen Residenzstadt an der Elbe kam bei den Teilnehmern ausnahmslos gut an. Die sehr harmonische Gruppe hatte viel Spaß zusammen und man profitierte während der ganzen Woche von den frühsommerlichen Temperaturen. Und selbst die An- und Abreise mit der Bahn verliefen absolut unproblematisch.

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