Wie der Honig ins Glas kommt 20.07.

Imker Mario Wolber empfing dreizehn Teilnehmer des Ortsvereins Wolfach - Nicht nur wie der Honig ins Glas kommt sondern auch alle Schritte im Verlauf der Jahreszeiten wurden mit Leidenschaft und Erfahrung präsentiert

Wir schauen dem Imker Mario Wolber über die Schulter

Dreizehn Teilnehmer des Schwarzwaldvereins Wolfach trafen sich am vergangenen Sonntag, um bei Imker Mario Wolber die Frage zu klären „Wie der Honig ins Glas kommt“. Mit Wanderführer Siegbert Armbruster erfolgte zunächst ein steiler Anstieg mit immer wieder herrlichen Ausblicken auf und über Kirnbach. Die nächsten Stationen bei schweißtreibender Schwüle waren Morgethof und Brechsattel, ehe es aussichtsreich -die Sicht reichte bis zu den Vogesen im Dunst des Rheingrabens – über die Grubhöhe weiterging und wir auf dem Talweg unser Ziel im Rotsal erreichten. Hier hatten unsere Gastgeber bereits die Tische eingedeckt und die Getränke im hofeigenen Brunnen kaltgestellt, so dass wir das mitgebrachte Vesper verzehren konnten. Erster süßer Höhepunkt war im Anschluss daran das klassische Honigbrot mit dreierlei Honig. Im Anschluss führte uns Hausherr Mario Wolber ausführlich in Theorie und Praxis der Imkerei an einem seiner Stände ein, erläuterte, wie ein Bienenvolk im Verlauf der Jahreszeiten funktioniert und informierte über die unterschiedlichen Aufgaben von Königin, Arbeitsbienen und Drohnen. Er zeigte uns die mit Honig gefüllten Waben und berichtete von der Brutpflege. Er ging ausführlich auf die Probleme um die Varroamilbe ein und was die Imker dagegen im Jahresverlauf unternehmen. Der Smoker kam zum wiederholten Male zum Einsatz, um die Bienen zu beruhigen um dann zur Honigernte überzugehen. Vorsichtig und mit Fingerspitzengefühl wurden die Bienen von den Honigwaben abgefegt und die Ernte im verschlossenen Kasten ins Haus gebracht. Dort wurden zunächst die Waben entdeckelt und das dazu von den Bienen verwendet Wachs gesammelt, um es in einem Kreislauf der Wiederverwendung zuzuführen. Mit einem Refraktometer stellte unser Gastgeber dann den Wassergehalt des Honigs fest, der im grünen Bereich lag. Es erfolgte das Schleudern der Waben in der Zentrifuge mit Ablauf des gewonnenen Honigs durch ein grobes Sieb. Wachsteilchen und grobe Verunreinigungen blieben so hängen. In einem weiteren Schritt wurde der Honig durch ein Honig-Seihtuch und ein feines Doppelsieb laufen gelassen, um auch die letzten Verunreinigungen raus zu filtern. Und dann nahte endlich der Zeitpunkt, wo der Honig ins Glas abgefüllt wurde. Jeder Teilnehmer erhielt ein kleines Glas Honig für den Heimweg. Unter großem Applaus der Teilnehmer überreichte Siegbert Armbruster ein Präsent und bedankte sich im Namen des Schwarzwaldvereins Wolfach bei Mario Wolber, seiner Frau Birgit und Sohn Lasse für die informationsreiche und mit sehr viel Wissen, Freude und Sachkunde vorgetragene Vorführung. Es erfolgte der rund zwei Kilometer Abstieg zum Ausgangspunkt, wo sich die sich die Teilnehmer einig waren, einer besonderen Veranstaltung beigewohnt zu haben.

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