Nachbericht zur Schweigewanderung 23.04.2026

Unter unseren Füßen raschelt das Laub, knacken Zweige. Es riecht nach Wald, frisch geschlagenem Holz. Fast durchgängig vernimmt man Vogelgesang. Der Wind streicht durch die Baumwipfel.

Einfach mal den Mund halten? Kein Problem!

Neun Wanderer des Schwarzwaldvereins Wolfach trafen sich am 23. April am Vereinsheim am Flößerpark, um wortlos zu wandern, den Wald ganz still wirken zu lassen. Für viele Menschen scheint es schwer vorstellbar zu sein, in einer Gruppe zu wandern und sich dabei nicht zu unterhalten. Für manche ist es genau so abwegig, seine Eindrücke nicht direkt übers Handy dem sozialen Netzwerk mitzuteilen. Oder sich beim Wandern nicht über die neuesten lokalen und sportlichen Begebenheiten der letzten Tage auszutauschen.

Die neun Teilnehmer brauchten dies gerade nicht. Unsere Wanderführerin Laura Riedel hat eine optimale Routenführung gewählt. Überwiegend ging es über schmale Pfade. Am Frauenkopf eine erste Trinkpause. Wir atmen noch schwer vom Aufstieg. Unter unseren Füßen raschelt das Laub, knacken Zweige. Es riecht nach Wald, frisch geschlagenem Holz. Fast durchgängig vernimmt man Vogelgesang. Der Wind streicht durch die Baumwipfel.

Wie erlebt man den Wald, wenn man schweigend wandert? Der gleichmäßige Rhythmus der Schritte führt zu einem meditativen Zustand. Durch die Stille ist man ganz auf das Hier und Jetzt fixiert. Man nimmt die Natur deutlich intensiver wahr, da die Sinne geschärft sind. Schweigend sehe und höre ich eben doch mehr, habe ein größeres Auge und Ohr für die kleinen Details und Geräusche.

Wie kam es in der Gruppe an? Die Abendsonne scheint am Eckerlesbrunnen in neun glückliche Gesichter, die sicherlich alle bei einer Neuauflage wieder mit dabei sein werden.

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