Der Wald in der Veränderung 19.04.2026

Ulrich Wiedmaier zeigte im Wolfacher Stadtwald die Möglichkeiten der Entwicklung der nächsten Waldgeneration durch Naturverjüngung auf. "Ziel sei es, den Wald so umzubauen, dass er lebensfähig ist".

Mit Ulrich Wiedmaier unterwegs im Wolfacher Stadtwald

Ansehnliche 17 Teilnehmer, darunter viele neue Gesichter, fanden sich am Sonntagmorgen beim Vereinsheim am Flößerpark des Schwarzwaldvereins Wolfach zum Waldspaziergang mit dem Wolfacher Forstrevierleiter Ulrich Wiedmaier ein. Und vorweggenommen: Keiner der Anwesenden musste sein Erscheinen bereuen.

 

„Der Wald in der Veränderung“ war der Einstieg Wiedmaiers in das komplexe und spannende Thema. „Wo kommt der Wald her?“. Hier wurde Waldentwicklung von der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren bis heute dargestellt.

 

An mehreren Standorten wurde die Möglichkeiten der Entwicklung der nächsten Waldgeneration durch Naturverjüngung aufgezeigt. Besonders die Förderung klimastabiler Baumarten wie Eiche, Spitzahorn, Kastanie, Douglasie und weitere stehen im Vordergrund.

 

Beim nächsten Halt stellte der Forstmann drei Szenarien der Temperaturentwicklung vor und „erachtete bei schon jetzt vollzogener Temperaturerhöhung von 1,9 Grad, eine Begrenzung auf das 2-Grad-Ziel für nicht mehr möglich an“. Mit anschaulichen Grafiken zeigte er die Klimaerwärmung für die beiden anderen Szenarien und der zu erwartenden Auswirkungen im Schwarzwald auf. „Ziel sei es, den Wald so umzubauen, dass er lebensfähig ist.“

 

Nach dem immer wieder schönen Rundum-Blick vom Spitzfelsen erreichte die Gruppe über den Otto-Bührer-Pfad einen Jungbestand im Wolfacher Stadtwald. Hier konnte die Gruppe einen schon durchgepflegten stabilen Mischwald mit neun Laub- und drei Nadelbaumarten sehen. Durch gezielte Auslese wurden hier die Artenvielfalt, Stabilität und Struktur verbessert.

 

Mit viel Beifall endete eine Waldbegehung, in der uns Ulrich Wiedmaier auf die schon sichtbaren Folgen der Klimaerwärmung aufmerksam gemacht und auch aufgezeigt hat, welche Handlungsoptionen möglich und auch nötig sind, um die Klimaresilienz des Waldes zu erhöhen. Mit der abschließenden Einkehr im Bistro Café Flößerpark endete eine informationsreiche Veranstaltung.

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